Voltigieren sind turnerisch-gymnastische Übungen auf einem an der Longe gehenden Pferd, das von einem Longenführer auf einem Kreis, dem Voltigierzirkel, longiert wird. Die Übungen werden im Einklang mit den Bewegungen des Pferdes ausgeführt. Im Voltigiersport gibt es so genannte Pflichtübungen wie Mühle, Knien, Grundsitz, Seitsitz oder Fahne und unzählige Kürübungen, bei denen der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.
Das Pferd läuft in den Gangarten Schritt oder Galopp. Dabei turnen ein bis drei Voltigierer gleichzeitig auf und an dem Pferd. Als Halt dient ein kurz hinter dem Widerrist aufliegender Voltigiergurt, der mit zwei Handgriffen und zwei Fußschlaufen versehen ist. Zum Schutz seines Rückens trägt das Pferd zudem eine Voltigierdecke, das Pad, und eine Schaumstoffunterlage unter dem Gurt.
Zur Ausrüstung gehören ferner eine Trense, Hilfszügel wie Lauffer-, Dreieckszügel oder Ausbinder, Gamaschen, Bandagen oder Streichkappen, eventuell Springglocken, eine Peitsche und eine Longe. Die Voltigierer tragen während des Trainings möglichst eng anliegende Kleidung, da sonst Haltungsfehler nur schwer zu erkennen sind und man mit weiter Kleidung am Pferd oder Gurt hängen bleiben kann, sowie spezielle weiche Voltigierschuhe, ähnlich den Schläppchen von Turnern. Die Haare sollten aus Sicherheitsgründen zusammen gebunden und Schmuck und Uhren abgelegt werden.